Wärmekapazität der Trennwand
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Wärmekapazität der Trennwand

Die Wärmekapazität einer Trennwand ist die Energiemenge, die eine Wand, eine Decke oder ein Dach bei einem Temperaturanstieg speichern kann. Je größer die Masse einer Trennwand ist und je höher die spezifische Wärme ihrer Materialien ist, desto mehr Wärme kann sie speichern. Diese Eigenschaft gilt für das Bauteil selbst und nicht für das gesamte Gebäude und ergibt sich direkt aus der Zusammensetzung der Trennwand.

Der Wert dieses Parameters hängt von drei Faktoren ab: dem Gewicht pro Quadratmeter der Trennwand, der Dichte der verwendeten Materialien und deren spezifischer Wärme, also ihrer Fähigkeit, Energie zu speichern. Beton, Ziegel oder Estrich weisen eine hohe Wärmekapazität auf, während leichte Schichten wie Holz, Wolle oder Verkleidungsplatten eine deutlich geringere haben. Zwei Wände mit identischem Wärmedurchgangskoeffizienten können sich daher in ihrer Wärmekapazität unterscheiden. Es hängt alles davon ab, wie viel ihr Kern wiegt.

Gebäude Fachwerkhäuser Das hat konkrete Auswirkungen. Eine Skelettwand ist von Natur aus leicht, daher ist ihre Wärmekapazität geringer als die einer Mauer mit ähnlicher Dicke. Bei einer leichten Konstruktion liegt die Hauptspeichermasse nicht in den Wänden, sondern in Fundamentplatte und Estrich mit Fußbodenheizung. Diese wirken in der Praxis wie ein Wärmepuffer. Der Wärmekomfort eines Holzrahmenhauses wird also anders als bei einem Massivhaus erreicht: durch niedrige U-Werte der Trennwände, Luftdichtheit und Wärmerückgewinnung, während die Speichermasse dort eingebracht wird, wo sie tatsächlich nützlich ist, nämlich im Fußboden.

Dieser Parameter sollte im Zusammenhang mit zwei verwandten Begriffen betrachtet werden und wird bereits bei der Planung von Außen- und Innenwänden berücksichtigt. Die Tatsache, dass eine Wand Wärme speichert und diese mit Verzögerung wieder abgibt, wird als Wärmespeicherung bezeichnet. Die daraus resultierende Verzögerung der Reaktion des Innenraums auf Temperaturänderungen im Außenbereich wird hingegen als thermische Trägheit bezeichnet. Die Wärmekapazität der Trennwand ist eine Ausgangsgröße, aus der sich diese beiden Phänomene ergeben.

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