Ausbeulung eines Bauteils
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Ausbeulung eines Bauteils

Ausbeulung eines Bauteils Das ist der Stabilitätsverlust eines schlanken Bauteils unter der Einwirkung von Druckkräften. Dieses Phänomen besteht in einer plötzlichen Formänderung des Bauteils, meist durch seitliches Verbiegen, obwohl die Spannungen im Material noch unterhalb seiner Grenzfestigkeit liegen können. Dieses Phänomen betrifft vor allem Bauteile mit hoher Schlankheit: Stützen, Stäbe, Riegel sowie Druckgurte und Diagonalstreben in Fachwerken.

Das Knickrisiko hängt unter anderem von der Länge des Bauteils, der Art seiner Abstützung, der Form des Querschnitts sowie den Materialeigenschaften ab. Je größer die Schlankheit eines Bauteils ist, desto anfälliger ist es für einen Stabilitätsverlust unter Druckbelastung. Aus diesem Grund wird das Knicken bei der Berechnung von Stahl-, Holz- und Stahlbetonkonstruktionen berücksichtigt. Ein Bauteil kann seine Tragfähigkeit verlieren, noch bevor das Material überhaupt an seine Festigkeitsgrenze heranreicht.

In Holzkonstruktionen spielt das Knicken eines Bauteils überall dort eine wichtige Rolle, wo schlanke, auf Druck beanspruchte Bauteile zum Einsatz kommen, z. B. in Fachwerken. vorgefertigte Dachbinder oder in den Stützen des Wandgerüsts. Sie werden so ausgewählt, dass die Knicklänge und der Querschnitt den auftretenden Kräften entsprechen. Dem Phänomen selbst wird durch eine Vergrößerung des Querschnitts, eine Verkürzung der Knicklänge oder den Einbau von Stützen und Aussteifungen entgegengewirkt, die die Biegefreiheit einschränken. Bei Dächern übernehmen diese Funktion unter anderem Dachaussteifungen, die die Konstruktion versteifen und die unter Druck stehenden Elemente der Dachstühle vor einem Stabilitätsverlust schützen.

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