Verwindung des Trägers
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Verwindung des Trägers

Ein Balkenknicken ist ein Stabilitätsverlust eines Bauteils, bei dem sich der Balken unter Last gleichzeitig seitlich verbiegt und verdreht.

Dieses Phänomen tritt am häufigsten bei schlanken Biegebalken auf, wenn deren Druckgurt keine ausreichende seitliche Abstützung hat. Infolgedessen verformt sich der Träger nicht mehr ausschließlich in der Belastungsebene, sondern beginnt, seine räumliche Lage zu verändern. Dies führt zu einer Verringerung seiner Tragfähigkeit.

Eine Verstauchung sollte nicht verwechselt werden mit Ausbeulung, das sich auf axial gedrückte Elemente wie Stützen und Stäbe bezieht. Eine Verdrehung tritt bei gebogenen Elementen, also Trägern, auf und geht immer mit einer seitlichen Durchbiegung einher. Der gemeinsame Nenner ist die Schlankheit. Sie und die Frage, wie gut das Bauteil versteift ist, entscheiden über alles.

Das Risiko einer Verwindung des Trägers hängt unter anderem von der Länge des Bauteils, seiner Schlankheit, der Form des Querschnitts, der Art der Auflagerung sowie der Art und der Stelle der Lastaufnahme ab. Je länger der Balken und je schwächer die Versteifung des Druckgurts ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Phänomen auftritt. Verwindung wird bei der Planung von Holzkonstruktionen, aber auch von Stahlkonstruktionen berücksichtigt. Dies gilt auch für andere Biegeelemente.

Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, muss dem komprimierten Streifen die seitliche Bewegungsfreiheit genommen werden. Dies wird durch Aussteifungen, Querstreben und zusätzliche seitliche Stützen erreicht. Bei Decken und Dächern dienen häufig die Dachhaut selbst sowie die Latten, die die Balken über ihre gesamte Länge versteifen. In Rahmenkonstruktion Diese Anforderung wird bereits in der Entwurfsphase bei der Auswahl des Achsabstands und des Querschnitts der C24-Holzbalken sowie bei der Anordnung der Aussteifungen in der Dachkonstruktion berücksichtigt.

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