Schwerkraftbelüftung ist ein natürliches Luftaustauschsystem in einem Gebäude, bei dem eine Luftbewegung aufgrund des Temperatur- und Druckunterschieds zwischen innen und außen stattfindet. Das Funktionsprinzip beruht darauf, dass wärmere Luft nach oben steigt und durch vertikale Lüftungskanäle abgeführt wird. Gleichzeitig strömt Frischluft durch Fensteröffnungen, Auslässe oder spezielle Gitter in die Räume.
Die Lösung lautet einfach zu bauen und benötigt keinen Strom. Seit vielen Jahren ist sie der Standard in Ein- und Mehrfamilienhäusern. Ihre Wirksamkeit hängt jedoch von den Witterungsbedingungen ab - bei geringen Temperaturunterschieden oder windstillem Wetter kann die Luftzirkulation unzureichend sein.
Ein weiterer Nachteil ist auch die Schwierigkeit, die Intensität des Luftaustauschs genau zu steuern, was oft zu einer Wärmeverluste. Trotz dieser Einschränkungen wird die Schwerkraftlüftung nach wie vor eingesetzt, insbesondere bei der Sanierung von Gebäuden, wo sie eine kostengünstige Lösung darstellt, die keine komplexe Infrastruktur erfordert.



